Psychosoziales Zentrum – Zentrum Migration Open Huus in Neubrandenburg
17033 Neubrandenburg
Ansprechpartner
Neue Perspektiven finden
Opfer organisierter Gewalt und extrem traumatisierte Menschen benötigen oft langfristige Unterstützung bei der Bewältigung traumatischer Erfahrungen sowie der Belastungen in der aktuellen Lebenssituation. Die psychosoziale Beratung soll dazu beitragen, die Bewältigung der krisenhaften und traumatischen Erlebnisse zu unterstützen sowie neue Perspektiven aufzuzeigen.
Unsere Angebote – vertraulich, kostenfrei, barrierearm, mehrsprachig und freiwillig.
Projektbeschreibung – Psychosoziale Versorgung im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Das Zentrum Migration Open Huus ist eine Anlaufstelle für Schutzsuchende und Menschen mit Migrationserfahrung, die professionelle, unabhängige und kultursensible Unterstützung im Asylverfahren und im Integrationsprozess benötigen.
Im Mittelpunkt stehen Menschenwürde, Respekt und eine wertschätzende Beratung in einem geschützten Raum. Unsere Arbeit basiert auf Unabhängigkeit, Neutralität und dem Einsatz für Menschenrechte. Traumasensible Begleitung, Diskriminierungsschutz und enge Vernetzung mit Fachstellen, Behörden und Ehrenamtlichen sichern eine passgenaue Unterstützung. Ziel ist rechtliche Sicherheit, psychische Stabilisierung, soziale Integration und eine nachhaltige Teilhabe an der Gesellschaft.
Psychosoziale Beratung und Stabiliserung
Unsere psychosoziale Beratung richtet sich an Geflüchtete, die durch belastende Erfahrungen, schwierige Lebenssituationen oder psychische Belastungen beeinträchtigt sind. In vertraulichen Gesprächen bieten wir traumasensible, ressourcenorientierte Unterstützung. Dazu gehören Stabilisierung in Belastungssituationen, Orientierung im Alltag, klientenzentrierte Gespräche, Psychoedukation sowie Entspannungs- und Imaginationsübungen.
– Krisenintervention
– Casemanagement
– Aufsuchende Arbeit in Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis MSE
Eike Reinke
0152 – 04369568
reinke.e@diakonie-mse.de
Psychotherapie für Erwachsene
Wir bieten psychologische Beratung und Psychotherapie für erwachsene Geflüchtete an. Dank professioneller Sprachmittlung wird die mehrsprachige Nachfrage bedient. Unser Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Belastungen durch Flucht, Gewalt und Anpassungsschwierigkeiten. Wir stabilisieren, begleiten und unterstützen Menschen, die sonst keinen Zugang zu psychischer Versorgung haben.
Belinda Karwe
0176 – 10192203
karwe.b@diakonie-mse.de
Maryna Sachuk
0173 – 2856612
sachuk.m@diakonie-mse.de
Kinder- & Jugendpsychotherapie (3-22 Jahre)
Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Traumafolgestörungen durch Flucht- und Gewalterfahrungen. Die Therapie nutzt auch künstlerisch-kunsttherapeutische Ausdrucksmöglichkeiten, wenn Worte fehlen. Familie und soziales Umfeld werden in die Behandlung einbezogen.
– Störungsspezifische Diagnostik
– Psychotherapeutische Einzel- und Gruppentherapie
– Kunsttherapeutische Interventionen
– Eltern-Kind-Interaktionen
– Kontakt zum und Aufbau eines Helfersystems
Nadine Dietze
0176 – 10092206
dietze.n@diakonie-mse.de
Sozialberatung & Casemanagement
– Sozialrechtliche Beratung
– Hilfe bei Formularen und Anträgen
– Unterstützung bei Behördenkontakt
– Orientierung im Sozial-, Bildungs-, und Gesundheitssystem
Sebastian Bärmich
0173 – 7235097
baermich.s@diakonie-mse.de
Hanna Allabani
0173 – 2856305
allabani.h@diakoni-mse.de
Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) nach § 45 AufenthG
– Angebot für erwachsene Zugewanderte und ihre Familien sowie Menschen mit Einwanderungsgeschichte, die Beratung beim Ankommen benötigen
– fachkundige Begleitung im Integrationsprozess, Beratung zu Aufenthalt, Behördenwegen und Familiennachzug
– Entlastung bei persönlichen und familiären Anliegen/Schwierigkeiten
– Orientierung im Alltag durch lokale Netzwerke, Unterstützung bei Finanzen und Sozialleistungen
– Hilfe bei Wohnungssuche, Mietfragen, Jobsuche, Arbeitsvermittlung und Anerkennung von Abschlüssen
– Unterstützung beim Deutschlernen und Integrationskurs
– Information zu Schule, Ausbildung und Kinderbetreuung
– Aufklärung zu Gesundheit und Schwangerschaft
Heinrich Bollow
0152 – 24025700
bollow.h@diakonie-mse.de
Asylverfahrensberatung nach § 12a AsylG
– für Schutzsuchende vor und im Asylverfahren, auch Zweit- oder Folgeverfahren
– Informationen zu Ablauf, Rechten und Pflichten
– Unterstützung bei Mitwirkungspflichten
– Vorbereitung auf die BAMF-Anhörung
– Erläuterung von Bescheiden
– Beratung zu Rechtsmitteln, Fristen, Bleiberecht und Integration
– Ermittlung besonderer Schutzbedarfe und Unterstützung vulnerabler Personen
– Vermittlung an Fachstellen und Sprachmittlung bei Bedarf
– Beratung im Landkreis MSE
Michelle Ruthenberg
0160 – 5415975
ruthenberg.m@diakonie-mse.de
Sprach- und Kulturmittlung
– Koordination des Sprachmittlereinsatzes
– Aufbau und Pflege des Sprachmittlerpools-
– mehrsprachige Begleitung in Beratung und Therapie
Anahit Filipian
01732842796
filipian.a@diakonie-mse.de
Kontaktaufnahme
Zentrum Migration Open Huus
Wartlaustraße 4-6
17033 Neubrandenburg
0395 – 45 46 80 60
zentrum-openhuus@diakonie-mse.de
Öffnungszeiten
Montag:
13:00 – 18:00 Uhr – offene Beratung, ohne Termin
Dienstag – Donnerstag:
10:00 – 17:00 Uhr, Beratung nach Terminvereinbarung
Einrichtungsleitung
Marie Ortmann
0151 – 11835056
ortmann.m@diakonie-mse.de
Koordination
Lianna Gharibyan
0152 – 04350986
gharibyan.l@diakonie-mse.de
Finanzen und Verwaltung
Julia Sänger
0152 – 25959282
saenger.j@diakonie-mse.de
– gefördert durch:







30. Juni 2026
Hintergrund
Von Flucht betroffene Personen haben, bevor sie Deutschland erreichen, einen schweren und entbehrungsreichen Weg hinter sich. Die Folgen für Betroffene sind extreme Stresserfahrungen und eine damit einhergehende Traumatisierung. Dies kann zu akuten und/oder anhaltenden seelischen Verletzungen führen, die die Betroffenen nachhaltig in ihren Fähigkeiten zur Lebensgestaltung, in ihrer Beziehungsfähigkeit und ihren sozialen Kompetenzen beeinträchtigen. Solche Folgen können akut nach den traumatischen Erlebnissen oder auch erst mit erheblicher zeitlicher Latenz auftreten. Eine erhöhte Vulnerabilität verbleibt lebenslang und kann auch transgenerational weitergegeben werden.
Beratung
Das Psychosoziale Beratungszentrum versteht sich zum einen als eine Clearing-Stelle und zum anderen als ein Ort direkter psychosozialer Beratung. Dazu wird der Bedarf der Klient*innen von uns eingeschätzt. Wir bieten lebensweltorientierte und niedrigschwellige psychosoziale Beratung, bei besonderem Bedarf werden die Personen an Netzwerkpartner*innen mit spezialisierter Expertise weitergeleitet (Bsp. Beratung bei körperlicher oder sexualisierter Gewalt, Psychotherapie, Bildungs- und Familienberatung, enge Zusammenarbeit mit der Psychiatrie des hiesigen Klinikums). Die Klient*innen werden aber weiterhin engmaschig durch uns betreut.
Wir arbeiten weiterhin aufsuchend und unterstützen die Gemeinschaftsunterkünfte in unserem Landkreis mit unserer Expertise. Wir bieten Beratung an für Menschen, die mit geflüchteten Personen zusammenarbeiten. Weiterhin finden in regelmäßigen Abständen niedrigschwellige Workshops und Aufklärungsarbeit statt (Bsp. aus der Vergangenheit: Impfberatung in den GU’s, Workshop zu den Rechten der Frauen in Deutschland, niedrigschwellige Familienberatung, Workshop zur sexuellen Aufklärung im geschützten Rahmen).
Kooperationen
Im Rahmen der Resilienzförderung können auch anlassbezogen kleinere Events für Klient*innen und deren Familien organisiert werden. Wir stehen im engen Austausch mit den hiesigen Strukturen, nutzen die vorhandenen Ressourcen und kooperieren im Rahmen einer Lehr-Praxisstelle eng mit der Hochschule, von der das Zentrum auch fachlich begleitet wird.
Wir sind darüber hinaus in der Stadt, dem Langkreis und in MV gut vernetzt. Diese Strukturen helfen uns dabei, auch im Rahmen einer niedrigen Personaldichte, eine maximale Anzahl an geflüchteten Menschen zu versorgen.
Kontakt
Sind Sie selbst betroffen und haben Probleme, über die Sie gern sprechen möchten? Dann kontaktieren Sie mich gern per Mail, Telefonanruf oder auch über Whatsapp. Wir verfügen über sprachmittelnde Personen, die gezielt für den psychosozialen Bereich geschult sind.
Haben Sie Kontakt zu Menschen mit Fluchthintergrund und brauchen Unterstützung? Dann gilt dies ebenfalls.





