Feierliche Verabschiedung mit Andacht und Empfang
Christoph de Boor, ein Wegbereiter und Visionär der diakonischen Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern, wird am 30. September 2026 im Borwinheim in Neustrelitz nach mehr als 30 Jahren erfolgreicher Arbeit aus der Geschäftsführung der Diakonie Mecklenburgische Seenplatte gGmbH in den Ruhestand verabschiedet.
Die Diakonie Mecklenburgische Seenplatte schaut mit tiefem Respekt und großer Dankbarkeit auf Christoph de Boors langjährige leitende Tätigkeit als Geschäftsführer zurück. Mit Weitsicht, Herzblut und einer unermüdlichen Leidenschaft für die Menschen hat er der die diakonische Arbeit in unserer Region eindrücklich geprägt und sehr erfolgreich weiterentwickelt.

Ein Leben für die Diakonie – von der Idee zur Realität
Nach dem Studium der Evangelischen Theologie und dem Vikariat haben 1989 die Monate der Friedlichen Revolution Christoph de Boors Lebensweg auf eine neue Spur gesetzt. 1994 übernahm er die Leitung des Diakonievereins des Kirchenkreises Stargard e.V.. Daraus entwickelte sich das Diakoniewerk des Kirchenkreises Stargard gGmbH. Dazu kam 2015 die Diakonie Malchin gGmbH, deren Leitung er ebenfalls übernahm. Mit dem Zusammenschluss der Stargarder und Malchiner Diakonien entstand unter seiner Leitung die Diakonie Mecklenburgische Seenplatte gGmbH im Jahre 2015. Diese ist heute drittgrößter diakonischer Träger in Mecklenburg-Vorpommern. Zurecht kann man also sagen, dass Christoph de Boors Tätigkeit die soziale Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns nachhaltig beeinflusst hat.
„Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen!“ (Bibel, 1. Korintherbrief 16,14)
Unter dieser Überschrift steht das Leitbild der Diakonie Mecklenburgische Seenplatte gGmbH. Nicht durch Zufall prägen Leitsätze wie „Wir sind wunderbar verschieden.“, „Wir laden zum Glauben ein.“, „Viele Menschen wissen mehr, als nur einer.“ – und sind eine feste Verankerung im christlichen Glauben Christoph de Boors Führungsstil. Menschliche Nahbarkeit und Glaubwürdigkeit zeichnen ihn aus. Sein Leitungshandeln hat ausdrücklich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Geschäftsbereichsleitenden und Mitarbeitenden gesetzt. Als Netzwerker und empathischer Kommunikator in Veränderungsprozessen hat er anstehende Entwicklungsprozesse in der Diakonie erfolgreich befördert und mit einem wachen Blick Begabungen und Potentiale der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefördert. Verbunden mit einem Fokus auf die Wirtschaftlichkeit hat ihn das zu einem Geschäftsführer mit Blick für die Zukunft und ihre Möglichkeiten, aber auch ihre Herausforderungen, gemacht. Ob in der ambulanten oder stationären Pflege, der Teilhabe, Jugendhilfe, Beratungsdienste und Frühkindlichen Bildung – in der Diakonie Mecklenburgische Seenplatte konnten gute Traditionen bewahrt und zugleich Innovationen umgesetzt werden.
Als Herr de Boor 1994 seine Arbeit aufnahm, gingen 8 Einrichtungen und ca. 84 Mitarbeitende in seine Zuständigkeit über. Mit den Jahren wuchsen dann stetig die Zahlen der Einrichtungen und der Mitarbeitenden, die ihren Dienst in der Diakonie MSE aufnahmen. Superintendent Kurt Winkelmann, die ehemalige Pröpstin Christiane Körner und Johannes Lohmann waren ihm in diesen Jahren wichtige Wegbegleiter.
Heute umfasst die Diakonie Mecklenburgische Seenplatte über 1.200 Mitarbeitende und mehr als 80 Einrichtungen und Dienste, mit und für Menschen jeden Alters. Hinzu kommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie Stavenhagen gGmbH, der Diakonie Penzlin-Mölln gGmbH, der Diakoniewerkstätten Neubrandenburg gGmbH sowie des Betreuungsvereins für Erwachsenenhilfe e.V..
Wichtige Meilensteine in Christoph de Boors Dienstzeit waren die Eröffnung der Pflegeeinrichtung „Kurt Winkelmann“ in Neustrelitz mit 103 Plätzen im Jahre 1995, die Übernahme der Geschäftsführung mit Sabine Willenberg für die Diakonie Stavenhagen gGmbH, weiterhin die Einbindung der Pflegeinrichtung „Marienhaus“ in Feldberg 2006 in die Trägerschaft der Diakonie Stargard, 2012 die Eröffnung der Pflegeeinrichtung Broda in Neubrandenburg sowie der Aufbau des Bereichs Sozialpsychiatrie in Neubrandenburg im Jahr 2015. Einen besonderen Höhepunkt stellte im selben Jahr der Zusammenschluss der Diakonie Stargard und Diakonie Malchin zur Diakonie Mecklenburgische Seenplatte gGmbH dar. Es folgten dann 2019 die Einbindung der Trägerschaft der Einrichtungen von der Interessengemeinschaft Röbel e.V. sowie die Gründung der Diakonie Penzlin-Mölln gGmbH im Jahre 2025.
Britta Carstensen, Pröpstin und Aufsichtsratsvorsitzende der Diakonie Mecklenburgische Seenplatte gGmbH würdigte Christoph de Boors Verdienste und sein über 30-jähriges Engagement: „Mit Christoph de Boor verabschieden wir heute einen Mann, der aus tiefer christlicher Überzeugung, mit größter Zuverlässigkeit und mit Lust am Ausloten neuer Möglichkeiten das Wachsen und Werden der Diakonie Mecklenburgische Seenplatte gGmbH gestaltet hat. Wie er das getan hat, verdient größten Respekt und Dank! Für viele seiner Mitarbeitenden und Wegbegleiter ist er zu einem Vorbild geworden. Nicht nur ich schätze seine feine menschliche Art. Und seine Gabe, Fragen oder Konflikte gänzlich uneitel und sachlich so zu strukturieren, dass sie einer Lösung zugeführt werden können. Auch die Idee einer Doppelspitze für die Geschäftsführung der Diakonie MSE konnte so Gestalt gewinnen. Damit geht die Diakonie MSE nun in die Zukunft, als ein wirtschaftlich und organisatorisch gut bestelltes Haus. Als Geschäftsführer war Christoph de Boor einfach ein Glückfall und Segen für die Diakonie. Ich danke ihm sehr und wünsche ihm von Herzen alles Gute für den neuen Lebensabschnitt. “
Das neue Geschäftsführungsteam der Diakonie Mecklenburgische Seenplatte wird ab dem 1. Oktober 2026 aus Frau Gabriele Floßmann und Herrn Alexander Hanisch bestehen.
Alexander Hanisch ist Betriebswirt und Sozialpädagoge und begann seine Tätigkeit bei der Diakonie Mecklenburgische Seenplatte bereits 2006. Zu seinen Aufgaben zählten unter anderem die Leitung der gewerblichen Diakonie Servicegesellschaft mbH sowie die Leitung des Geschäftsbereichs Behindertenhilfe/Sozialpsychiatrie. Seit Januar 2025 nahm Herr Hanisch zusammen mit Herrn de Boor die Geschäftsführung wahr.
Gabriele Floßmann bringt mit ihrer Doppelberufung als Sozialarbeiterin und Diakonin mehr als 20 Jahre Leitungserfahrung bei Diakonischen Trägern mit. Zuletzt für fast drei Jahre als Vorstandsvorsitzende der Wichern-Diakonie in Frankfurt (Oder) tätig, freut sich die gebürtige Südthüringerin nun auf ihre neue gemeinsame Aufgabe an der Seite von Herrn Hanisch und den Menschen, die die Diakonie MSE mit ihrem Engagement prägen.





